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Parodontolgie

Parodontolgie

Was ist eine Parodontitis?

Die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sie kann unabhängig vom Alter an einem oder mehreren Zähnen auftreten.
Die Hauptursache für eine Parodontitis sind Bakterien. Durch die Ansammlung von Bakterien am Zahnfleischrand kommt es zu einer entzündlichen Veränderung des Zahnfleisches. Kommen dann noch weiteren Faktoren hinzu z.B. Stress, Nikotin, geschwächte Immunabwehr, so wandern diese Bakterien tiefer zwischen Zahn und Zahnfleisch und bilden eine Zahnfleischtasche aus. Einhergehend damit kommt es zu einer Zerstörung des Knochens und des gesamten Zahnhalteapparates.

Risikofaktoren für eine Parodontitis

Die Neigung an Parodontitis zu erkranken, ist nicht bei allen Menschen gleich. Auch Art und Schwere des Verlaufs der Parodontitis sind oft unterschiedlich. Eine entscheidende Rolle spielt das Immunsystem, das durch zahlreiche innere und äußere Faktoren beeinflusst wird. Vor allem folgende Faktoren wirken auf das Immunsystem ein und damit auf die Entstehung und den Verlauf der Parodontitis:

  • Durch erbliche Veranlagung kann die Wahrscheinlichkeit, an Parodontitis zu erkranken, erhöht sein.
  • Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern ein zwei- bis siebenfach erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken.
  • Patienten mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken.
  • Psychischer Stress reduziert die Abwehrfähigkeit des Organismus und kann eine Parodontitis auslösen oder beschleunigen.
  • Hormonelle Umstellungen können das Zahnfleisch entzündungsanfällig machen. Deswegen besteht während der Schwangerschaft ein deutlich erhöhtes Parodontitisrisiko.
  • Krankheiten des Immunsystems wie Aids schwächen die Abwehrkräfte und wirken sich ungünstig auf Parodontalerkrankungen aus.
  • Medikamente können zu Wucherungen des Zahnfleisches führen und so eine Parodontitis begünstigen.

Vorsorge und Früherkennung

Zahnbeläge sind ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Parodontitis. Wer die Beläge durch gute Mundhygiene vermeidet, verringert sein Erkrankungsrisiko deutlich. Deshalb ist zweimal täglich gründliches Zähneputzen und das tägliche Reinigen der Zahnzwischenräume mit Interdentalbürstchen oder Zahnseide ein Muss.

Die professionelle Zahnreinigung ist eine wichtige Präventionsmaßnahme. Bei der PZR werden alle harten und weichen Ablagerungen oberhalb und, soweit sie leicht zugänglich sind, auch unterhalb des Zahnfleischrandes, von speziell ausgebildetem Praxispersonal entfernt. Außerdem werden die Zähne und erreichbaren Wurzeloberflächen geglättet und poliert, damit sich Bakterien schlechter anheften können. Je nach Bedarf sollte die PZR ein- bis zweimal jährlich, bei Risikopatienten auch öfter durchgeführt werden. Eine Zahnfleischentzündung kann so meistens schon im Anfangsstadium eingedämmt werden.

Behandlung einer Parodontitis

Eine Parodontitisbehandlung hat zwei Hauptziele: die Entzündung zu stoppen und das Gewebe, das die Zähne stützt, dauerhaft zu erhalten. Bei frühzeitiger Diagnose reicht oft eine Basistherapie aus, die Entzündung zum Abklingen zu bringen. Ist die Krankheit bereits weiter fortgeschritten oder hat die Basistherapie nicht die gewünschte Wirkung erzielt, sind zusätzlich chirurgische Eingriffe erforderlich. In beiden Fällen braucht der Parodontitis-Patient eine dauerhafte Nachsorge durch den Zahnarzt.

Bei der Basistherapie wird örtlicher Betäubung zunächst die Zahnfleischtasche mit Handinstrumenten gereinigt, um weiche und harte Beläge zu entfernen. Im nächsten Schritt werden die erreichbaren Flächen der Zahnwurzeln geglättet.
Das erschwert ein erneutes Anheften der schädlichen Bakterien. Meist reicht schon die Basistherapie aus, um die Entzündung zu stoppen. Bei einem schweren oder sehr aggressiven Verlauf ist unter Umständen eine begleitende Behandlung mit einem Antibiotikum sinnvoll. Dieses wird meist in Form von Tabletten eingenommen, in manchen Fällen wird das Medikament auch als Gel oder Salbe direkt in die Zahnfleischtasche eingebracht.

Nachsorge der Parodontitis

Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Wer einmal daran erkrankt war, muss dauerhaft Nachsorge betreiben.
Die Eckpfeiler sind auch hier: konsequente Mundhygiene, Kontrolluntersuchungen durch den Zahnarzt und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen – falls nötig, mehrmals pro Jahr.
Der langfristiger Erfolg hängt stark von der Mitarbeit des Patienten ab. Patienten mit guter Mundhygiene und regelmäßiger Nachsorge haben eine große Chance, dass die erreichten Verbesserungen von Dauer sind.
Bei Patienten ohne entsprechende Mitarbeit ist dagegen das Risiko des Fortschreitens der Parodontits sehr hoch.